| Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR | 01.01. − 31.12.2021 | 01.01. − 31.12.2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 101.221 | 98.142 | 3.079 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.089 | 3.818 | 271 |
| Materialaufwand | −20.822 | −17.701 | −3.120 |
| Rohergebnis | 84.489 | 84.259 | 230 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.606 | 2.755 | −1.149 |
| Personalaufwand | −27.897 | −28.253 | 356 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | −25.786 | −24.894 | −892 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | −7.754 | −6.965 | −789 |
| Betriebsergebnis | 24.659 | 26.903 | −2.244 |
| Finanzergebnis | −7.639 | −8.453 | 814 |
| Steuern (inkl. Sonstige Steuern) | −5.814 | −6.697 | 883 |
| Ergebnisabführung gem. EAV | −11.205 | −11.752 | 546 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
Die hWB erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von TEUR 101.221. Damit sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.079 gestiegen. Die Leistungsverträge bewegten sich über dem Vorjahresniveau und trugen mit einem Anteil von TEUR 1.276 zu dieser Entwicklung bei.
Neben der Abwasserentsorgung für Bremen übernimmt die hWB – als Erfüllungsgehilfe für entsprechende vertragliche Verpflichtungen der FHB – die Abwasserentsorgung für Nachbargemeinden. Im Berichtsjahr betrug die entsorgte Menge 5,9 Mio. m³ (Vorjahr: 6,0 Mio. m³). Das Preisniveau der Nachbargemeinden folgte abhängigkeitsbedingt dem der Leistungsverträge, die Umsatzerlöse für die Nachbargemeinden verringern sich um TEUR 226.
Die Klärschlammverwertung erfolgte fast ausschließlich durch die thermische Entsorgung. Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung wird nur noch in geringem Umfang in Anspruch genommen. Die Erlöse im Bereich der Klärschlammentsorgung verringerten sich um TEUR 862 aufgrund geringerer Abnahmemengen aus dem Drittgeschäft.
Die Dienstleistungen für Dritte verringern sich um TEUR 218. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen eine Reduzierung der Umsatzerlöse aus geringeren Mengen der Co-Input-Abwasserreinigung (TEUR 172) und der Entsorgung von Sandfang und Rechengut (TEUR 438) sowie eine geringere Nachfrage nach Kanaldienstleistungen für Dritte (TEUR 208). Dem steht die positive Entwicklung bei der Grubenabfuhr entgegen (TEUR 192), da weitere Kunden in Norddeutschland akquiriert werden konnten. Weitere wesentliche Erlössteigerungen wurden für die Einspeisung von Strom (TEUR 108) und unterstützende Dienstleistungen bei den Betriebsführungsverträgen der HVE für die KENOW GmbH und Co. KG (TEUR 103) erzielt. Außerdem konnten bei weiteren Geschäften Umsatzsteigerungen erzielt werden (TEUR 196).
Die Steigerung der Umsatzerlöse um TEUR 3.110 im Vergleich zum Vorjahr bei den Ingenieurdienstleistungen konnte insbesondere durch das Großprojekt „Zeppelintunnel“ erreicht werden. Dem Projekt stehen allerdings auch erhöhte Fremdleistungen gegenüber.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 1.149 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.606 gesunken. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den einmaligen Effekt bei der Bewertung der Nachsorgeverpflichtung der Klärschlammdeponie Edewechterdamm im Vorjahr zurückzuführen (TEUR −1.439). Die Rückstellung für die Sanierung der Klärschlammdeponie Edewechterdamm konnte im Geschäftsjahr anteilig aufgelöst werden (TEUR 230). Darüber hinaus haben sich weitere Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 399) gegenüber dem Vorjahr vermindert. Einmalige Effekte aus der Neubewertung von Anlagevermögen (TEUR 309) und aus der Einigung mit einem Kunden (TEUR 121) wirken sich positiv aus.
Die aktivierten Eigenleistungen für investive Maßnahmen im Bereich der Netz- und Eigenanlagen konnten um TEUR 271 auf TEUR 4.089 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Der Materialaufwand erhöhte sich um TEUR 3.120 auf TEUR 20.822. Dies ist im Wesentlichen auf erhöhten Bedarf an Fremdleistungen für das Projekt „Zeppelintunnel“ (TEUR 3.109) zurückzuführen. Innerhalb der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stieg mengen- und preisbedingt der Aufwand für den Energiebezug und die Treibstoffe (TEUR 237), wohingegen sich die Kosten für Ersatz-/Kleinteile und Zusatzstoffe gegenüber dem Vorjahr verringerten (TEUR 104).
Die Reduzierung im Personalaufwand in Höhe von TEUR 356 ist im Wesentlichen auf die geringere Zuführung zu den Rückstellungen für Urlaube (TEUR 448) zurückzuführen. Dem wirken die Effekte aus dem Tarifabschluss entgegen.
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 892.
Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 789 auf TEUR 7.754 ist im Wesentlichen durch zusätzliche Bedarfe für Dienst- und Fremdleistungen (TEUR 426) und höhere Deichverbandsbeiträge (TEUR 119) begründet. Außerdem wirken sich Bedarfserhöhungen und Preissteigerungen negativ gegenüber dem Vorjahr aus.
Das negative Finanzergebnis verringert sich um TEUR 814 auf TEUR 7.639. Ursächlich hierfür ist der gesunkene Zinsaufwand aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 577). Darüber hinaus wirken geringere Ausgaben für Zinsen auf Forfaitierungsdarlehen in Höhe von TEUR 282 ebenfalls positiv.
Die Steuern verringern sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 883, wobei Erstattungen aus dem Vorjahr (TEUR 314) enthalten sind. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrafen in Höhe von TEUR 5.814 das laufende Geschäftsjahr.