Die deutsche Abwasserwirtschaft ist durch einen dauerhaft hohen Investitionsbedarf gekennzeichnet. Dadurch gewährleistet die Branche einen im internationalen Vergleich anerkannt hohen Standard der Abwasserentsorgung bei langfristiger Entsorgungssicherheit.

Die hWB stellt durch Investitionen in das Kanalnetz und in die Abwasseranlagen den nachhaltigen Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur sicher. Durch die Beteiligung an der Entwicklung moderner Prognosetools (zum Beispiel Alterungsmodelle) und Methoden der Wirkungskontrolle ist die hWB stark verbunden mit der Branche, dem Markt und der Region.

Die Gesellschaft hat 2021 insgesamt TEUR 28.027 (Vorjahr: TEUR 28.464) investiert, die sich wie folgt gliedern:

  • Investitionen in Netzanlagen: TEUR 19.510 (Vorjahr: TEUR 17.446)

    Für den 5. Investitionsrahmenplan Netz (Laufzeit 2019–2023) wurde mit dem Umweltbetrieb Bremen (UBB) ein Gesamtvolumen von TEUR 95.500 (Sanierung, Erweiterung und Ausbau) abgestimmt. Die beiden Großbaumaßnahmen am Osterfeuerberger Ring und am Schwachhauser Ring sind im Juli 2021 abgeschlossen worden. Diese Maßnahmen tragen zur Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit bei. Zwei komplexe Sanierungen stehen im Zusammenhang mit Maßnahmen der DB Netz AG, die ihre Brücken im Bereich Hermann-Fortmann-Straße und im Bereich der Sebaldsbrücker Heerstraße erneuert.
  • Investitionen in Eigenanlagen: TEUR 6.880 (Vorjahr: TEUR 9.532)

    Bedeutsame Projekte auf der Kläranlage Seehausen waren die Bauausführung der Erneuerung der Server und der Software PCS7, der Ersatz der Rechenanlage und die Erneuerung wesentlicher Teile der Abluftreinigung, bestehend aus einem Biofilter für die Schlammlagerhallen und einer Abluftbehandlungsanlage für die mechanische Abwasserreinigung. Weiterhin zu nennen sind der Planungsbeginn für die Erneuerung der Klärschlammentwässerung sowie für ein Klärschlammsilo. Zur weiteren Steigerung des Entwässerungsgrades wird hier eine innovative Technik zur Mehrfachflockung zum Einsatz kommen. Ferner wurden die Planungen zur Vorbereitung der Vergabe der Baumaßnahmen für den Ersatz der Notstromaggregate fortgesetzt. Auf der Kläranlage Farge wurde mit der Umrüstung eines Schlammspeicherbeckens zum Zentralspeicher die letzte Maßnahme zur Optimierung der Stickstoffelimination der biologischen Stufe ausgeführt.

    Als bedeutendste Maßnahmen für die Pumpwerke sind die Bauausführung für die Sanierung der Pumpwerke Mahndorf und Löwenhof zu nennen.
  • Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung: TEUR 1.638 (Vorjahr: TEUR 1.486)

    Im Wesentlichen wurde in Nutzfahrzeuge und IT investiert. Insbesondere sind Datenverarbeitungs-Module in SAP erweitert worden. Zum einen für das Klärschlammmanagement und zum anderen für das Berechtigungsmanagement.

Zusätzlich zu den hier genannten Investitionen von TEUR 28.027 wurden rund TEUR 8.900 (Vorjahr: TEUR 8.700) Instandhaltungsaufwendungen getätigt.