Im Koalitionsvertrag der Bremer Landesregierung wurde festgelegt, dass sich die FHB mit dem Leistungsvertragsende im Bereich Abwasser beschäftigt. Seitens der hWB wurde bereits im Jahr 2020 ein Projekt aufgelegt, das sich ebenfalls mit der Zukunft der hWB beschäftigt. Die erfolgreiche bisherige Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern wurde beleuchtet und in Zukunftsszenarien bewertet. Im Jahr 2022 wird sich die hWB weiter intensiv mit den Schwerpunkten des Projekts auseinandersetzen und hierzu kontinuierlich das Gespräch mit den Gesellschaftern suchen, dazu gehört auch die Konzentration auf das Leistungsvertragsgeschäft (Kerngeschäft).
Im Jahr 2022 werden die Maßnahmen aus der Roadmap zur weitergehenden Abwasserreinigung planmäßig fortgeführt. Die erwarteten Ergebnisse, insbesondere aus dem Messprogramm Spurenstoffe, der Schmutzfrachtsimulation für das Mischsystem und den Pilotprojekten zur Regenwassereinleitung im Trenngebiet, bilden die fachliche Grundlage für die Entscheidung über eine mögliche Erweiterung der Abwasseranlagen. Für die Entscheidungsfindung ist eine Effizienzbewertung unter Berücksichtigung aller Einleitungspfade geplant.
Für das Jahr 2022 erwartet die Gesellschaft aufgrund der Umsetzung der ersten Schritte des Projekts „Zukunft hanseWasser“ Umsatzerlöse auf einem leicht niedrigeren Niveau als im vergangenen Geschäftsjahr. Korrespondierend dazu wird sich der Materialaufwand verringern. Der Personalaufwand steigt entsprechend den angenommenen Tarifsteigerungen an. Die Abschreibungen erhöhen sich leicht aufgrund der geplanten Investitionen und prognostizierten Preissteigerungen. Aufgrund des anhaltenden, niedrigen Zinsniveaus sinken die Zinsaufwendungen für die Forfaitierung. Die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen werden deutlich geringer, aber noch auf einem hohen Niveau erwartet. Hier wirkt sich zum einen der Wegfall historisch hoher Zinsen aus der Durchschnittsbetrachtung aus, zum anderen der planerisch unterstellte moderate Zinsanstieg.
Die hWB erwartet aus den zuvor genannten Gründen für das Jahr 2022 ein um rund TEUR 2.800 geringeres Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund TEUR 14.219.